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Erlebnisbericht

Warum im Hangar 7 fliegen lernen?

Erlebnisbericht eines Schülers

 

Helikopterfliegen war mein Bubentraum. X Zeichnungen waren voll von den fliegenden Aluette II und III. Dann folgten fast 30 Jahre, wo die rund 90% meiner Persönlichkeit, die sehr umweltbewusst sind, mich von meinem Traum abhielten. Aber vor einem Jahr hat der Traum wieder Oberhand gewonnen. Ich meldete mich für einen Schnupperflug an.

 

 

Auf die Mountainflyers stiess ich eher zufällig an einem Stand der Wohn&Raum-Messe in Bern. Ich plauderte länger mit Christoph Graf und hatte einen sympathischen Eindruck. Nach dem Schnupperflug mit Christoph war mein Entschluss klar: Ich werde Helipilot! Die Frage war nur noch wo. Ich recherchierte im Internet, keine Schule wollte sich auf verbindliche Kostenangaben rauslassen. Die Mountainflyers schrieben Klartext. Mit dem und dem Betrag musst du rechnen. Diese Transparenz hat mir gepasst. Ich plante aber immer noch die Ausbildung in den USA zu machen, gerne in Colorado oder Kalifornien, weil die Flugstunden dort einiges günstiger sind als hier.

 

 

Ich holte Offerten ein und rechnete, machte mich schlau und merkte dann, dass es kostenmässig etwa gleich teuer kommt mit allem drum und dran. Und dass es in den USA noch lange nicht garantiert ist, dass ich einfach so gute Fluglehrer finde. Den Ausschlag für mich hat dann definitiv gegeben, dass ich merkte, dass ich hier von Bern aus die Landschaft kennenlernen will, in der ich nachher auch am meisten fliegen werde. Und dass ich bei den Mountainflyers nicht nur einen, sondern gleich mehrere sehr gute Helifluglehrer zur Verfügung hatte, die mir das notwendige Know How beibringen können.

 

 

Mein Eindruck täuschte nicht: Hier hatte ich es mit Praktikern zu tun. Menschen, die das Helikopterfliegen vermitteln als etwas, das Spass macht, aber auch klar und deutlich aufzeigen, wo die Verantwortung als Pilot mit einem Fluggefährt im dichtbesiedelten Mittelland und Alpen liegt und wie diese wahrzunehmen ist. Das passt mir.

 

 

Dann die erste Flugstunde auf dem Helisquare. Saubere Checklistenarbeit ist gefragt, Christoph übergibt mir erste Steuerfunktionen, dann werdens bereits zwei und ich soll diesen Robinson 22 schön im Schwebeflug halten. Und dazu noch ganz locker bleiben. Macht total Sinn und tönt easy, aber nach 25 Minuten herumgondeln auf der Heliübungswiese bin ich bachnass und sehr froh, dass mein Fluglehrer findet, das reiche fürs Erste. Im Debriefing zeigt er mir nochmals zusammenfassend die wichtigen Punkte auf, die ihm aufgefallen sind.

 

 

Ich habe mir einen ganzen Monat frei genommen, um täglich mehrmals zu fliegen. Das Wetter ist phänomenal im Oktober. Nach einigen Tagen auf dem Belpmoos gehts raus ins Gelände, Christoph zeigt mir einen Griff um den andern, macht mich auf die wichtigen Punkte in den Start- und Landemanövern aufmerksam, zeigt mir kurz vor, merkt dann gleich, wenn ichs selber übernehmen will. Es fägt sehr, so im Cockpit auch als Anfänger ernstgenommen zu werden. Auch in der folgenden Woche mit Jürg Wegmüller merke ich, dass die Mountainflyers guten Stil und Humor haben, auch wenn ich zwischendurch vor lauter Konzentration den Steuerknüppel fast in der Faust zerquetschte. Ganz locker.

 

Helifliegen fasziniert mich auch heute sehr – 7 Monate nach meinem ersten Flug und mittlerweile mit bestandener Privatpilotenlizenz. Ich habe hier gelernt, dass auch Helifliegen wie sonst im Leben alles andere, einfach Übungssache ist. Und ich kann nur praktisch anwenden, was ich immer mal wieder übe, gerne wöchentlich mindestens einmal im Cockpit sitzen. Und was mir Christoph und Jürg ebenfalls beigebracht haben: Gute Vorbereitung zahlt sich aus. Und schliesslich geht es ums gute, sichere Fliegen.

 

Bei den Mountainflyers fühle ich mich ernstgenommen, gut aufgehoben und informiert. Ihre direkte und unkomplizierte Art in der Organisation und in den Rückmeldungen gefällt mir. Hier habe ich nun Lust auf mehr Flugtraining, zuerst jetzt die Gebirgsprüfung und dann gerne auch noch das CPL.

 

 

Matti Straub-Fischer, Wabern

matti.straub@changels.ch

079 345 28 28